Gebäudeversicherung Sonderkündigungsrecht

Ein Sonderkündigungsrecht bei einer Gebäudeversicherung besteht in zwei Fällen – bei Eigentümerwechsel oder Beitragserhöhung. In beiden Fällen hat sowohl der Versicherungsnehmer als auch der Versicherer selbst die Möglichkeit, die Wohngebäudeversicherung zu kündigen. Wenn Immobilie verkauft wird, greift nicht automatisch das Sonderkündigungsrecht. Mit dem Erwerb einer Immobilie wird auch automatisch die Wohngebäudeversicherung übernommen. Der neue Immobilienbesitzer kann jedoch einen anderer Versicherer wählen.
Vertrauen Sie beim eigenen Haus auf die Fachberatung unserer Experten. Gerne werden wir Ihnen eine kostenlose Risikoanalyse anfertigen. So können Sie sicher gehen, dass Ihre eigenen vier Wände auch im Versicherungsfall abgesichert ist.

SONDERKÜNDIGUNGSRECHTLICHE KONZEPTE IN DER WOHNGEBÄUDEVERSICHERUNG

Damit es zu keiner Versicherungslücke während des Erwerbs einer Immobilie kommt, wird die Gebäudeversicherung mit dem Kauf einer Immobilie automatisch übernommen. Der neue Immobilienbesitzer hat dann vier Wochen Zeit, die Wohngebäudeversicherung zu kündigen oder sich für die Übernahme des Versicherungstarifs zu entscheiden. Auch der Versicherer selbst kann die aktuelle Police kündigen. Mit Eintrag ins Grundbuch erfolgt auch die Übernahme der Gebäudeversicherung.

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SONDERKÜNDIGUNGSRECHT BESTEHT NUR BEI NEUKAUF EINER IMMOBILIE

Es ergibt sich somit aus dem Verkauf der Immobilie kein automatisches Sonderkündigungsrecht. Das besteht dann erst für den neuen Besitzer, sobald dieser im Grundbuch eingetragen wird. Er kann sich entscheiden, ob er die Versicherung weiter behalten möchte oder einen anderen Tarif wählt. Bevor jedoch eine Wohngebäudeversicherung gekündigt wird, sollte ein Versicherungsvergleich getätigt werden, um etwaige Vor-und Nachteile mit anderen Versicherern abzugleichen.

IMMOBILIENRECHT BEI ÜBERNAHME VON VERSICHERUNGEN

Der Käufer einer Immobilie kann nicht verpflichtet werden, die Versicherung des Vorbesitzers weiter zu führen. Somit besteht für ihn das Sonderkündigungsrecht. Eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Die Berechtigung der Kündigung muss tatsächlich nachgewiesen werden. Aus diesem Grund sollte ein Auszug aus dem Grundbuch dem Schreiben beigefügt werden, aus dem ersichtlich wird, dass Sie der neue Besitzer sind.

Die wesentlichen Möglichkeiten des Sonderkündigungsrechts

  • Kündigung bei fehlender Leistungsübernahme
    Kündigung bei Beitragserhöung
    Kündigung bei Umzug
    Kündigung bei Tod des Versicherungsnehmers
SONDERKÜNDIGUNGSRECHT BEI EIGENTÜMERWECHSEL

Dem Versicherer muss auch mitgeteilt werden, wenn es zum Eigentümerwechsel kam. Auch wenn Sie die Wohngebäudeversicherung übernehmen möchten, müssen Sie der Versicherungsgesellschaft alle notwendigen Informationen zukommen lassen. Dies muss auch innerhalb von vier Wochen nach dem Grundbucheintrag geschehen, sonst kann es passieren, dass die Versicherung keine Leistungen für entstehende Schäden trägt.

KÜNDIGUNGSRELEVANTE BEITRAGSANPASSUNG

In jedem Jahr wird innerhalb einer Gebäudeversicherung geprüft welche Schäden am Haus entstanden sind und wie Prämieneinnahmen und Schadenaufwendungen im Verhältnis zu einander stehen. Wer seine Wohngebäudeversicherung häufig in Anspruch nimmt, riskiert eine Beitragserhöhung oder gar Kündigung. Eine Kündigung hätte zur Folge, dass zum einen das Haus nicht versichert ist und die Kosten für Schäden nicht mehr übernommen werden. Zum anderen kann es passieren, dass keine neue Versicherung abgeschlossen werden kann, wenn man von der eigenen Versicherung gekündigt wurde. Mehr zum Thema Sturmschaden auch unter https://www.gebaeudeversicherungs-konzepte.de/sturmschaden/.

BEITRAGSERHÖHUNG ERMÖGLICHT SONDERKÜNDIG

Bei einer Beitragserhöhung haben Sie die Möglichkeit von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Sollte die Prämie erhöht werden ohne, dass der Versicherungsschutz verbessert wird, kann eine Sonderkündigung ausgesprochen werden. Wirksam wird die Sonderkündigung mit der Beitragserhöhung. Wer eine gleitende Neuwertversicherung zusätzlich zu seiner Gebäudeversicherung abgeschlossen hat, hat leider nicht das Recht bei einer Prämienerhöhung von Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Die jährliche Preisanpassung resultiert aus dem gleitenden Neuwert oder einem Baupreisindex.

Versicherungsvertragsgesetz laut https://dejure.org/gesetze/VVG/40.html

„Teil 1 – Allgemeiner Teil (§§ 1 – 99)

Kapitel 1 – Vorschriften für alle Versicherungszweige (§§ 1 – 73)

Abschnitt 3 – Prämie (§§ 33 – 42)

§ 40

Kündigung bei Prämienerhöhung

(1) 1Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie, ohne dass sich der Umfang des Versicherungsschutzes entsprechend ändert, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung des Versicherers mit sofortiger Wirkung, frühestens jedoch zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung, kündigen. 2Der Versicherer hat den Versicherungsnehmer in der Mitteilung auf das Kündigungsrecht hinzuweisen. 3Die Mitteilung muss dem Versicherungsnehmer spätestens einen Monat vor dem Wirksamwerden der Erhöhung der Prämie zugehen.

(2) Absatz 1 gilt entsprechend, wenn der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel den Umfang des Versicherungsschutzes vermindert, ohne die Prämie entsprechend herabzusetzen.“

ALTERNATIVANGEBOTE EINHOLEN BEVOR GEKÜNDIGT WIRD

Bevor also vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht wird, sollte sich noch einmal die Police genau angeschaut werden. Auch empfiehlt es sich vor Vertragsunterzeichnung genau zu überlegen, welche Statuten bei einer Gebäudeversicherung wichtig sind. Wichtig ist: Bevor gekündigt wird, sollten Alternativangebote in Betracht eingesehen werden. Wer in den letzten fünf Jahren sogar einen Schaden melden musste, sollte vor Kündigungsaussprechung eine Deckungszusage der neuen Versicherung vorliegen haben. Unter Gebaeudeversicherungs-Konzepte.de finden Sie immer alle aktuellen Testberichte und Tarifergebnisse.

FAZIT GEBÄUDEVERSICHERUNG SONDERKÜNDIGSRECHT

Es empfiehlt sich den Vertrag mit Beitragsanpassung oder neuer Selbstbeteiligung nicht sofort zu kündigen, sondern ein Jahr zu warten. Diese Angebote gelten meist für ein Jahr. Wer sich weigert dem droht die Kündigung seitens des Versicherers. Aus diesem Grund gilt: Wer einen Schaden meldet, muss mit einer Beitragsanpassung oder höherer Selbstbeteiligung rechnen. Dieses Angebot für ein Jahr annehmen, eine neue Versicherung suchen, Deckungszusage erhalten und alte Versicherung kündigen. Bei Eigentümerwechsel übernimmt der neue Eigentümer automatisch die Wohngebäudeversicherung, die er innerhalb von vier Wochen kündigen kann. Machen Sie hier den Vergleich der Gebäudversicherung und finden Sie Ihr passendes Angebot.

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